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Verfahrbare Lackierkabine für Schienenfahrzeuge verkürzt die Durchlaufzeiten signifikant
17.08.2017

Verfahrbare Lackierkabine für Schienenfahrzeuge verkürzt die Durchlaufzeiten signifikant

Verfahrbahre Lackierkabine für Schienenfahrzeuge verkürzt die Durchlaufzeiten signifikant

 

Der Schienenfahrzeughersteller Alstom nimmt in Braunschweig eine neue, flexible Lackieranlage von LUTRO für Wartungsarbeiten in Betrieb. Durch neue flexible Torsysteme können komplette Züge bis zu einer Länge von 100 Metern lackiert werden, ohne sie dafür elektrisch und mechanisch zu trennen. Bei langen Zügen kann parallel an anderen Bereichen des Zuges gearbeitet werden, ohne den Lackierprozess zu unterbrechen. Die neue Lackieranlage bringt erhöhte Energieeffizienz und vereinfacht die Arbeiten am Zug.

Die deutschlandweit einzigartige Lackieranlage mit fahrbarer Kabine ermöglicht gleichzeitige Vorbereitungs- und Montagetätigkeiten am Fahrzeug und verbessert so die Durchlaufzeiten für Betreiber.

„Die Durchlaufzeit ist oft ein entscheidender Faktor für unsere Kunden. Ausfallzeiten, in denen ein Zug nicht betrieben werden kann und zur Wartung muss, sind teuer. Mit dieser Investition wollen wir die Kosten für die Betreiber senken und so eine besonders gute Wirtschaftlichkeit für unsere Kunden bei der Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen gewährleisten.“ sagt Daniel Croonen, Leiter Services für Alstom in Deutschland.

 

Nach erfolgreichem Probebetrieb der Lackieranlage und ausführlichen Mitarbeiterschulungen setzt Alstom die Anlage nun zur Lackierung von Komponenten über Einzel- Wagenkästen bis hin zu kompletten Schienenfahrzeugen ein.

 

Die Großraumlackierkabine mit 30 Meter Länge, 6,5 Meter Breite und 7 Meter Höhe, ist auf Schienen gelagert, und kann innerhalb der Montagehalle, motorisch angetrieben, auf drei Stationen mit einem Gesamtverfahrweg von 90 Metern positioniert werden.

 

Sicheres und ergonomisches Arbeiten

 

Die Kabine ist an beiden Längsseiten mit zwei druckluftbetriebenen und dreidimensional verfahrbaren Hebebühnen ausgestattet, die in Verbindung mit großzügig dimensionierten Beleuchtungseinheiten ergonomische und sichere Arbeitsbedingungen schaffen.

 

Zusätzlich ermöglichen die neuen Torsysteme, bestehend aus Rolltoren und speziell ausgeschnittene Schablonen, als Schiebesysten ausgeführt, für größtmögliche Kabinendichheit bei geöffneten Ein- und Ausfahrttoren. Diese können eng an die Kontur des jeweiligen Schienenfahrzeuges herangezogen werden um eine Austreten des Lacknebels sicher zu vermeiden.

Die Lackieranlage verfügt über eine Segmentsteuerung die es ermöglicht, dass der tatsächlich benötige Arbeitsbereich aktiv belüftet und abgesaugt wird. Im Vergleich zu einer einfachen vollbelüfteten Lackierkabine wird der Heizenergie- und Strombedarf deutlich reduziert, und Energiekosten von über 50% eingespart.

Insgesamt übertrifft die Lackieranlage in ihrer Funktion die derzeit gültigen, europäischen Normen und Sicherheitsanforderungen. Sie sorgt für optimale Arbeitsbedingungen sowohl für die beschäftigten Lackierer als auch für die Werker in der Montagehalle. In der Peripherie der Anlage wurden die komplette Anlagentechnik und ein Lackmischraum untergebracht, der durch seine Anordnung zudem eine Optimierung der notwendigen Laufwege der Lackierer erreicht.

 

Alstom setzt mit dieser neuen Lackieranlage einen Meilenstein für die zukunftsorientierte Modernisierung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen - unter Realisierung aller gegebenen Ressourcen, im Bereich energiesparsamer Betrieb und verantwortungsbewusster Umweltschutz.

 

 

 

 



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